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Luffagurke - Bildquelle: Flora de Filipinas […] Gran edicion […] [Atlas II].[1]Author Francisco Manuel Blanco (O.S.A.), aufgearbeitet von CarolSpears, gefunden in den Wikimedia Commons

Eine schwammige Geschichte …

… und ihre gurkige Evolution.

Bis zu unserem Umzug 2012 & der neuen gebrauchten Einbauküche, die wir uns für die neue Wohnung zulegten, haben wir alles per Hand gespült.

Trotz Spülmaschine spülen wir aber immer noch einiges von Hand – Holz, die meisten Kunststoffteil und das, was in der Spülmaschine ggf. nicht ganz sauber wird. Und sämtliche Teile, in denen ich mit ätherischen Ölen & Co. rumgezaubert habe.

Dafür wie auch für den „Budenputz“ haben wir schon immer Schwämme verwendet. Schwammtücher o.ä. nie, Spülbürsten hier und da.

Ein riesiger Schwammberg

Herrje, ich möchte gar nicht wissen, wie viele Schwämme wir in unseren 14 Jahren gemeinsamen  Haushaltens vebraucht haben. Anfangs haben wir, wie vermutlich viele im 1. eigenen Haushalt, einfach irgendwelche Schwämme benutzt. Dann, als dm eeendlich nach Paderborn kam, eine gefühlte Ewigkeit die von deren Hausmarke. Dann, weil die nachließen, Glitzi plus von Vileda. Die hielten länger und waren deutlich effizienter.

Glitzi, du stinkst!

Vor einiger Zeit hatten die Glitzis dann aber ihre letzten Tage bei uns gezählt: nach ein paar Wochen, in der nächsten Charge nach nur je einer Woche müffelten die Schwämme trotz sorgfältigen Umgangs enorm. Ab in die Waschmaschine (und halb zerfleddert wieder raus), noch braver auswaschen & -drücken, in Essigwasser einweichen usw. … Da half einfach mal gar nichts.

Dann halt Ökoputz.

Also doch mal Bio-Schwämme ausprobieren? Jeeep! Neugierig, wie ich bin, ließ ich mich vom Preis nicht  abschrecken. Denn der ist bei Bioware oft der Sättigung, Ergiebigkeit oder hier eben der Haltbarkeit halber relativ.

Es wurden dann die Schwämme von Sonett: recyceltes PET, Sisal und Cellulose, waschbar, 2 Stück für 2,79€ (bei violey).

Die Sisalschicht löst sich im Laufe der Zeit ab, für gewöhnlich hier und da an den Kanten. Aber selbst komplett abgefallen & lose aufgelegt – ein einziges Mal vorgekommen – ist die Anwendung kein Problem. Ich will mit dem Dingen ja putzen und keinen Schönheitswettbewerb gewinnen.

Dank 60 Grad-Wäsche ist auch (selten & erheblich später auftretendes) Müffeln kein Problem.

Ein 2er-Pack hält bei uns ungefähr satte 4-6 Monate! In Glitzi gerechnet wären das bei wöchentlichem Wechsel satte 17-26 Schwämme = ca. 5-8€ (1,75€/6 Stück, dm)! Und ein großer Plastik-Müllberg noch dazu!

Gehts noch „ökomäßiger“ …?

Kurz: auf jeden Fall.

Als unser letzter Sonett-Schwamm vor einigen Wochen aussah, als würde er bald reif für die Tonne sein, wollte ich eigentlich nur kurz ein Doppelpack bei Violey in den Warenkorb legen. Uneigentlich packte mich mal wieder mein „Da geht noch was“-Drang: gibt es Alternativen, die noch haltbarer oder durch andere Materialien umweltschonender sind?

Ein putziges Pflänzlein

Schnell stieß ich auf die Schwammgurke, auch Schwammkürbis oder Luffa genannt.

Obacht: nicht die tierischen Schwämme sind gemeint. Und wenns so wäre: meiner Meinung nach tut es sich nichts, ob ich mit einem toten Tier oder mit einer toten Pflanze hantiere.

Gezüchtet bzw. angebaut, also gezielt vermehrt, wurden beide für den menschlichen Gebrauch. Gelebt haben beide einmal. Sich vermehren, ernähren, verletzen und unter schlechten Bedingungen oder aus Altersgründen sterben? Pflanze wie Tier.

In den Weiten des Internets kann einem schier schwindelig werden, was die Auswahl und Preisspanne an Schwammgurken angeht. Vor allem bei ebay scheint der Handel zu florieren – selbst aus Asien werden sie  nach Deutschland verschickt!

Ich bin zwar kein absoluter Gegner internationaler Bestellungen, denn vieles der hier gekauften Ware kommt, machen wir uns mal nichts vor, eh von „sonst wo her“ und nicht alles wird in effzienteren Großmengen verschifft. Einen putzigen kleinen umweltschonenden Schwammersatz einzeln einmal um die halbe Welt zu jagen, wäre aber dann doch völlig am Thema vorbei.

Nach einigen Produkt- und Händler-Checks – aka schwindelig recherchieren, DAS kann ich guuut … – habe ich dann ein Gürkchen bestellt.

Schmucke, putzig & effizient.

Kaum da, habe ich es simpel mit unserem großen Brotmesser in 3 Teile geschnibbelt und nun nutzen wir die Gurkenschwämme für so ziemlich alles, was in Küche & Bad anfällt. Man beachte: wir! Also auch mein skeptischer Gatte!

Der Luffa-Schwamm ist ebenso robust wie interessant anzusehen. Selbst nur mit Wasser kann er ordentlich was lösen. Hier und da nehme ich stattdessen ein angefeuchtetes(!) Kupfertuch (Redecker, via Violey) – z.B. bei hartnäckigen kleinengetrockneten  Teigklecksen auf der Küchen-Arbeitsplatte. Die handelsüblichen Schwämme waren da häufiger wirkungslos, auch trotz spezieller Scheuerflächen!

Mei Grrrrr-Moment ist, seit wir sie haben, das streifenfreie Wienern der Dunstabzugshaube aus Edelstahl. Mit der Luffagurke zum Reinigen und dem seit Jahren zum Polieren verwendeten Viskose-„Wischleder“ nicht mehr.

Erstaunlich finde ich, dass man das enorm grobporige „Gurken-Skelett“ recht gut sauber bekommt. Bei ganz hartnäckigen Rückständen pult man ein bissi rum oder weicht den Schwamm einfach ein. Hier und da bleibt mal ein kleines Stück des Gewebes hängen, an den Kanten von Messerschäften zum Beispiel.

Im Laufe der Verwendung wird die Luffa-Gurke natürlich immer platter und schaut eben nicht mehr aus wie das Skelett einer Gurke. Oder wie eines, dem die Luft ausgegangen ist. ;) Ranzig sieht sie aber auch nach bisher 1,5 Monaten im täglichen Einsatz nicht aus.

Kurz & knapp: die darf bleiben!

Wie spült & putzt ihr?

Einfach alles ab in die Spülmaschine oder spült ihr lieber komplett per Hand? Verwendet ihr einfach ir-gend-wel-che Schwämme, Tücher etc. oder seid ihr begeisterte Gäste oder Veranstalter von Putztuch-Parties? Seid ihr seit Jahren mit einem bestimmten Produkt zufrieden oder auf ewiger Suche?

Bildquelle: Flora de Filipinas […] Gran edicion […] [Atlas II].[1]Author Francisco Manuel Blanco (O.S.A.), aufgearbeitet von CarolSpears, gefunden in den Wikimedia Commons

chaoskoeppsche

...ist Mediengestalterin mit Leib & Seele, auch sonst recht kreativ, denkt & lebt gern alternativ und hat so einige Baustellen im Leben. Und ist eben ein chaosköppsche. Manchmal. Nicht immer. Aber wenn dann kreativ-chaotisch. ;-)

One thought to “Eine schwammige Geschichte …”

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