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Getestet: Radico aufm Köppsche
Kooperation

Vor Kurzem habe ich Mexicolitas Testbericht über die Pflanzenhaarfarben „Colour me Organic“ von Radico entdeckt.

Eine reine Pflanzenhaarfarbe ohne fiese Zusätze. Wie „meine“ seit Jahren heißgeliebten Khadi-Farben eben.

Pflanzlicher Sabber-Alarm

Womit Radico mich dann jedoch gekriegt hat: Die Farben sind weniger kupfer- / orangestichig als das für Henna so typische Henna-Rot – und dabei enorm leuchtend und intensiv. DA hat echt jemand getüftelt!

… denn DARAUF habe ich überhaupt keinen Nerv: Herumtesten.
Mit Schwarztee, Paprika, Rotwein und was weiß ich, was andere alles zum verdunkeln, intensivieren usw. usf. hinzugeben.

Ein nicht karottiges und dennoch üppiges sattes Rot – joa, das zierte meinen Schopf vor’m Pflanzenfärben ewig lang.

Vermisst habe ich es damals nicht lange. Die natürlichen Farbnuancen gefielen mir in der Zwischenzeit erheblich besser.

Biologisch korrektes Haupthaar

In der von mir relativ zügig favorisierten Mahagoni-Pflanzenfarbe sind bis auf 2 Zutaten allesamt aus kontrolliert biologischem Anbau. Und das mit dem „eco“ meint Radico ernst! 4-fach zertifiziert sind die Farben. Ecocert, USDA Organic, India Organic und EU-Bio.

Mir wäre es zwar noch lieber, wenn ausnahmslos ALLE Zutaten aus kbA stammen würden, aber neugierig war ich dennoch.

Lang erprobte Färbe-Routine

Meine Haarfarbe VORHER: Khadi Henna + Dunkelbraun
Meine Haarfarbe VORHER: Khadi Henna + Dunkelbraun

Mein bisheriges Vorgehen der letzten Jahre:

Ca. 24 Stunden vor’m Färben habe ich meine Farbe in einer ollen Plastikschüssel angemischt: Henna & dunkelbraun, in der letzten Zeit noch a bissle farbloses Henna zwecks Pflege.

Fix abgewogen, peu a peu heißes Wasser drüber, verrührt, ggf. mehr Wasser dazu usw.. Frischhaltefolie drüber, in den wärmsten Raum gestellt und fertig.

Am „Färbetag“ kurz in die Mikrowelle damit, dann ab ins Bad.

Ca. 2/3 der Farbe verteile ich auf dem Ansatz, der Rest kommt in die Längen. Plastikhaube drauf, darüber Alufolie – wegen der Isolierung, nicht wegen der Männchen aus dem All :D, darüber ein Baumwoll-Haarturban.

Meine Haarfarbe VOR dem Radico-Färben auf dem Bild rechts wirkt vlt etwas leuchtender als in Natura – aber besser bekam ich es einfach nicht geknipst.

Köppsche will Raaaadicoooo O_O

Nach dem Verschlingen von Mexicolitas Blog-Beitrag stöberte ich natürlich ausgiebig nach Erfahrungen & Bestellmöglichkeiten für die Farben. So stolperte ich über eine gemeinsame Produkttest-Aktion vom Beauty- & Testportal beautytesterin.de  und der Amarantus-Lounge.

Es wurden 20 Testwütige mit eigenem Blog gesucht – und genialerweise durfte man auch noch seine Wunschfarbe angeben!

Viel Hoffnung hatte ich nicht, habe ich doch diesen Blog zwar eine ganze Zeit lang üppig gefüttert, in den letzten Jahren dafür jedoch sträflich vernachlässigt.

Vor Kurzem trudelte aber eine E-Mail bei mir ein, in der mir mitgeteilt wurde, dass ich als Testerin ausgewählt wurde! Yeeees!!!

Mahogany & Köppsche – das erste Beschnuppern

Einfach in die Ecke stellen & später auspacken ging selbstredend gaaarnicht, als das Packerl von der Amarantus-Lounge erst einmal eingetrudelt war. :p

Als erstes sprang mich das auffällige Verpackungsdesign an. Schwarz und ein grelles Grün. Ungewohnt grell für ein Bio-Produkt.

Aufgemacht & ausgepackt

  • Haube*
  • Handschuhe (wohl versehentlich 2 Paar)*
  • ein kleiner Färbe-Pinsel*
  • Beipackzettel

und natürlich die Farbe selbst in einem Folienbeutel.

Das Infoblatt – naja …

Es werden verschiedenste Angaben zur Einwirkzeit gemacht. Mal heißt es „45-90 Minuten“, mal „60-90 Minuten“ usw. usf.. Zusätzlich wird wie gewohnt erwähnt, dass man die Farbe für ein satteres Ergebnis auch länger einwirken lassen kann.

Einerseits heißt es außerdem, dass die Farbe bis zu 5 Tage nachdunkeln kann, andererseits wird gesagt, dass man für ein satteres Farbergebnis nach 24 Stunden nachfärben kann. Diese Angabe machen auch andere Hersteller – nur klingt es hier von der Formulierung her irgendwie widersprüchlich.

Manches Mal wirkt das Ganze recht holprig übersetzt, es gibt so einige Zeichenfehler. Selbst, wenn die Angaben korrekt gewesen wären – der Zettel insgesamt wirkt sehr überfrachtet.

Was fehlt (oder habe ichs vor Überfrachtung überlesen?), sind Infos bzgl. einer Vorbehandlung der Haare & ob die Farbe auf trockenem oder feuchtem Haar angewendet werden soll, ebenso nichts bzgl. einer Vorwäsche.

Für mich als alten Pflanzenfärb-Hasen kein Problem, dann halte ich mich an den meine gewohnte Routine.

Für Neulinge aber vielleicht eher abschreckend. Wenn jemand bisher nie oder mit konventionellen Haarfarben hantiert hat, muss er sich schon mit der ungewohnt langen Einwirkzeit, dem Geruch und der Art, anzurühren, arrangieren.

Eine klar & lesbar gegliederte, inhaltlich stimmige Beilage wäre da schon top!
Da könnte man sich von Khadi eine Scheibe abschneiden.

Fazit Erstbeschnuppern

  • ein SCHÖNES Verpackungs-Design – eine natürlichere Farbgebung fände ich aber passender. Oder vlt statt grün und schwarz den jeweiligen Farbton + weiß? Oder oder.
  • die Haube BRÄUCHTE ich nicht, verwende sie aber, so vorhanden, zusätzlich zu meinem isolierenden Alu“helm“ Marke Eigenbau
  • auch die Handschuhe MÜSSTEN nicht sein – ein 100er Pack perfekt sitzender Handschuhe bekommt man „überall“ und die lassen sich meist mehrfach verwenden
  • der Pinsel muss nun aber WIRKLICH nicht sein – akzeptable Färbepinsel bekommt man für nen Appel & n Ei, und die halten Ewigkeiten
  • der beiliegende Infozettel bedürfte DRINGENDER Überarbeitung bzgl. übersichtlicher Gestaltung, Formulierung, Einheitlichkeit der Infos

Mahogany #1 – streng nach Vorschrift

Werkzeug :D
Werkzeug

Ich war neugierig, wie intensiv die Radico-Farben wirklich färben, also habe ich mir zur Abwechselung mal an die Anwendungsinfos gehalten bzw. daran, dass eben nix zum vorher ansetzen etc. drin stand.

Will heißen:

  1. vorgewaschen wie immer mit Xylit (zum rauspeelen evtl. Pflegereste)
  2. die Farbe mit heißem Wasser angerührt (peu a peu nach Konsistenz, nicht nach Mengenangabe)
  3. Tuch vors Waschbecken, alles bereitgelegt, Waschbecken abgeräumt
  4. Farbe mit dem beiliegenden Pinsel erst auf dem Ansatz, den Rest auf den Längen verteilt
  5. Haube drauf, Alufolie drum, Haarturban drauf
  6. nach 2 Stunden ausgewaschen

Für meine irgendwo zwischen ohr- und kinnlangen nicht allzu dicken seit Jahren vorgehennaten Haare habe ich rund 50 g verwendet – etwas weniger als sonst von Khadi.

Fazit Anwendung

Fast fertiggepampt. ;-)
Fast fertiggepampt.

Positiv überrascht hat mich die Konsistenz, sowohl beim Anrühren als auch in der Anwendung:
Wirkt beim Verrühren leicht gelig. Keine Klumpenbildung. Super zu verteilen und noch weniger Gekleckse als bei den Khadi-Farben.

Mit den gröber gemahlenen Sante- und Logona-Pulvern hatte ich damals in meinen Pflanzenfärb-Anfängen mitunter länger mit dem Wienern des Bads zu tun als mit dem Färben ansich.

Mit der Menge der Farbe bin ich sehr gut hingekommen – weder zu knapp bemessen noch zu üppig.

Da ich eh immer eine einfache Kunststoffbürste mit Noppen verwende, fehlt mir am mitgelieferten Pinsel auch nicht die Möglichkeit, den Stiel zum Scheiteln zu verwenden.

Ist halt… braun.

Nu heißts: Waaaaaarten ...!
Nu heißts „Waaaaaarten …!“

Nach dem Auswaschen dachte ich im Nassen Zustand noch „Uiuiui, sind DIE dunkel geworden!“.

Im trockenen Zustand war ich dann erstmal recht frustriert: Ein mittleres Braun mit leichten Rot-Einschlägen, nix Prickelndes. Von Mahagoni hätte ich irgendwie mehr erwartet – namentlich wie auch von den Demo-Bildern her.

„Nuja, erstmal ein paar Tage warten – die Farbe entwickelt sich ja noch“ dachte ich mir.

Wovon ich jedoch fasziniert war, war die hohe Deckkraft – ein nochmal wesentlich „dichteres“ Ergebnis wie bei den Khadi-Farben.

Interessant fand ich auch die Pflegewirkung (oder war es Tagesform?) auf meine Haare – eine Spülung oder gar Kur war nach dem Auswaschen nicht nötig. Vor allem von den Sante- & Logona-Pulverfarben war ich es gewohnt, jedes Mal üppig pflegen zu müssen, weil meine Haare enorm trocken & durstig waren direkt nach dem Färben.

Meinem Mann hingegen gefiel die Farbe – braun würde mir besser stehen. Phööööö.

Ich als jahrelanger Färb-Rotschopf war hingegen wirklich angefressen, aber wie gesagt – die Deckkraft lockte mich schon…

Mahogany #2 – Chancengleichheit

Gut, dass die restlichen 50 g ja noch da waren – ich war dann doch neugierig, wie die Radico-Farbe „funzt“, wenn ich sie wie die Khadi-Farbe anwende.

Ich hatte zwar Bammel, dass meine Haare damit noch brauner werden würden. Aber egaaaal, no risk, no fun. Nix im Vergleich zu meinen Chemie-Färbeexperimenten von früher. Aber da war ich ja auch noch jung & verrückt.

Also am Vortag mit heißem Wasser angerührt & ab an einen warmen Ort damit.

Ich achte allerdings ehrlich gesagt mittlerweile nicht mehr darauf, wie die Farbe sich rein visuell binnen 24 Stunden entwickelt – da das – zumindest meiner Erfahrung nach – über das Endergebnis rein garnix aussagt.

Angewendet habe ich die Farbe dieses Mal wie sonst die Khadi-Farbe:

Vorwäsche, Farbe erwärmt, Bad vorbereitet, aufgetragen mit meinem normal großen Standard-Färbepinsel, drumherum Alufolie & Haarturban.

Diese Reise habe ich die Farbe dann auch rund 3,5 Stunden einwirken lassen.

Auch nach 24 Stunden Ziehen und dem Warm-Mikrowellieren war die Konsistenz super & das Bad blieb klecksfrei.

Joaaaah – kann man so lassen.

Mahagony #2 vs doofes Licht ...
Mahogany #2 vs doofes Licht …

Puuuuuh… hatte ICH nach der Einwirkzeit Bammel vor’m Ergebnis! Überflüssigerweise.

Heraus kam diesmal ein wunderbar samtiger satter Braun-Rot-Ton – noch immer ungewohnt dunkel & ebenso ungewohnt braun für mich. Auch heute, 1 Woche nach dem Färben, gucke ich noch fasziniert & skeptisch zugleich in den Spiegel – mittlerweile überwiegt aber die Faszination.

DIESE DECKKRAFT!!! *_*

Schön weich waren meine Haare auch. Nicht zu buttrig weich oder gar schmierig, (wie vor einiger Zeit beim Testen der enorm reichhaltigen lush-Farbe), aber eben auch kein bissle trocken.

Ein vernünftiges Bild vom Farbergebnis gebacken zu bekommen war irgendwie unmöglich – dagegen ist mein Vorher-Foto enorm realistisch.

Der FarbUNTERSCHIED zwischen dem Khadi-Henna-Dunkelbraun-Mix und dem Radico-Mahagoni, den ich mir erhofft hatte, ist aber trotzdem gut zu erkennen:
Khadi = typisch fuchsiges Henna-Rot. Radico = Sattes kühleres fuchsärmeres Rot. Ganz wie erhofft! *_*

Die richtig rot leuchtenden Stellen sind natürlich dem Licht geschuldet und nicht etwa ein klecksiges Färbeergebnis.

Nebenbei bemerkt.

Der für Pflanzenfarben typische wiesig-krautige Geruch hält zwar auch hier taaagelang (besonders beim Waschen, Föhnen und draußen bei Wind). Sowohl mein Mann als auch ich finden den Duft aber nicht so üppig wie bei den Khadi-Farben.

Was sichtbares Auswaschen angeht, finde ich die Radico-Farbe mit der Khadi-Farbe gleich auf. Je nach Shampoo mehr oder weniger und nach 3,4 Haarwäschen sieht man nicht mehr viel.

Da ich rund 4 Wochen vor dem 1. Radico-Färbegang erst mit meinem gängigen Khadi-Mix gefärbt hatte, war nicht viel Ansatz vorhanden.
Ob mit den Radico-Farben also ein homogenes Ergebnis Ansatz <-> Längen erreicht werden kann, erfahre ich vielleicht ein andernmal …

Das nu wirklich finale Gesamt-Fazit

Nach einem halben Roman muss ich nu auch mal auf den Punkt kommen:

Ich muss schon sagen, dass die Radico-Farbe vor allem, was Farbergebnis und Deckkraft angeht, enorm verlockend ist! Mal ab von den angebotenen Farbtönen! Und das, obwohl ich mit Khadi bisher eigentlich rundum zufrieden bin (war?).

Erst einmal werde ich in den nächsten Wochen schauen, wie die Haltbarkeit der Farbe sich gestaltet. Die angegebenen „bis zu 4 Wochen Haltbarkeit“ schreibe ich eher einer rechtssicheren Angabe u.a. für den amerikanischen Markt zu.

Aus welchem Grund sollte die Radico-Farbe trotz wirkstoff-ähnlicher Zusammensetzung nach nur 4 Wochen tutti completti rausgewaschen sein, wo die Khadi-Farbe eindeutig länger hält?

DANN kann ich mir immer noch überlegen, ob mir die Vorteile (Farbauswahl, Deckkraft, dezent bessere Verarbeitung) den ca. 1,5-fachen Kaufpreis wert sind. Aber kribbelig bin ich ja schon dahingehend … :p

Wir werden sehen – ich werde berichten.

chaoskoeppsche

...ist Mediengestalterin mit Leib & Seele, auch sonst recht kreativ, denkt & lebt gern alternativ und hat so einige Baustellen im Leben. Und ist eben ein chaosköppsche. Manchmal. Nicht immer. Aber wenn dann kreativ-chaotisch. ;-)

17 Gedanken zu „Getestet: Radico aufm Köppsche
Kooperation

  1. Ja doch, das Ergebnis kann sich sehen lassen! So satt und leuchtend, gefällt mir wirklich!

    Ich habe mir, um keine große Veränderung zu machen, Gold Brown und Brown bestellt und gemischt. Mein Ergebnis ist genau wie ich es wollte. Leichter warmer Stich, ansonsten braun und glänzend
    Nur an der Review sitze ich noch, hehe, mehr als bei Instagram zeigen habe ich nicht geschafft…

    LG, Viktoria

  2. Hi
    Du hast am Ende deines Posts das mit den 4 Wochen Haltbarkeit erwähnt… wollte mal fragen, was dabei rausgekommen ist? Also wäscht sich die Farbe nach einer gewissen Zeit raus oder muss man die Farbe rauswachsen lassen?

    Liebe Grüße,
    Julie

    1. Huhu Julie,
      ich meine, dass die tolle Sättigung, Deckkraft recht schnell „abgestumpft“ war auf das – ja alles andere als üble – Niveau der Khadi-Farben. Für mich gabs daher trotz der tollen Farbauswahl keinen Grund, von Khadi auf Radico zu wechseln.

      … und zufällig habe ich gestern wieder gekhadit: 35g reines Henna, 15g Dunkelbraun, 10g farbloses Henna.

      Aber wo du das Thema grad wieder hochgeholt hast, mal bei Mexicolita vorbeischauen, wie es bei ihr ausschaut.

    2. Ehm ja… nur fast völlig am Thema vorbei. Komplett auswaschen wird die Pflanzenfarbe nicht – weder bei Radico noch bei Khadi, Sante und Co.. An auswaschbaren Farben gibts auf dem naturkosmetischen Sektor ja soweit ich weiß nur einige „Pseudo“Naturfarben, die dennoch „Chemie“ enthalten. Habe ich nie ausprobiert.

      Seit geraumer Zeit färbe ich primär den Ansatz – ca. 2/3 der Farbe verteile ich scheitelweise auf dem Ansatz, den Rest in den Längen. Die Längen haben nach wie vor einen schönen rotbraunen Farbton, der halt hi & da etwas aufgefrischt wird. Von den Farben hast du wohl also länger was – ich färbe schon seit 6 Jahren pflanzlich, mit kurzen Aussetzern relativ zu Beginn.

      1. Haha, danke für die sehr ausführliche Antwort.
        Habe nämlich überlegt ob ich es mal ausprobiere, aber weiß eben nicht ob ich mich traue, wenn man die Farben rauswachsen lassen muss..
        Vielleicht probiere ich erstmal farbloses Henna aus, um zu sehen, wie sich das überhaupt auf meine Haare auswirkt, denn Henna ist ja überall mit drin.

        1. Pures farbloses Henna wirkt anders als die gemischten Farben.
          Bei meiner Ma & mir pflegt aber auf jeden Fall beides. Sie macht zwischendurch ne Kur mit farblosem Henna (30-60 Min meine ich) & ist total begeistert. Ich bin zu faul dafür.

          Wenn du beim Auswachsen Sorge um einen auffälligen Ansatz hast – der ist bei Pflanzenfarbe viel unauffälliger als bei den konventionellen.

      2. Achso, mist. Aber ich probier trotzdem erstmal farbloses Henna als Kur, mal schauen ob ich mit dem Auftragen zurechtkomme und ob es irgendwelche allergischen Reaktionen o.ä. hervorruft.
        Danke, mit der Zeit probiere ich dann mal sobald es angekommen ist. ^-^

        Gut zu wissen.

  3. Hallo,

    kann ich dich fragen was das für eine farbe auf dem unterem foto ist? das glaub ich was anderes als Kahdi…? UND waren deine Haare nach Kahdifärben trocken? ich weiss nicht was ich falsch gemacht habe…:( aber mit der letzten färbung mit Khadi haselnussbraun sind meine haare total trocken und brüchig :((( vill wegen dem indigo welcher in de nussbraunmischung enthaltren ist(?) warst du mit der khadi farbe zufrieden?

    fragen über fragen…

    freue mich über deine Antwort!

    1. Huhu Evelin.

      Das auf dem 2. Bild ist das Ergebnis nach 2x kurz hintereinander Färben mit der Radico Mahogany. Allerdings habe ich auch vorher jahrelang mit Rottönen gefärbt, also kein Ergebnis auf Naturhaarfarbe.

      Nö, nach dem Färben mit Khadi brauche ich nie eine Spülung o.ä.. Leicht trocken direkt nach dem Auswaschen, wunderbar gepflegt am Tag danach. Ich mische ja Henna & dunkelbraun. Mit dem Nussbraun ist meine Mum aber seit Jahren sehr zufrieden.

      Weshalb deine Haare so arg trocken und brüchig geworden sind, puh… da bin ich überfragt.
      Ist das jetzt in den letzten Wochen passiert? Ich weiß ja nicht, wie Witterung & Trinkwssserqualität dort, wo du wohnst, sind, aber meine Mum und ich haben seit ca. 3 Monaten beide mit (bei mir seeeeehr!) trockenen Haaren und Frizz zu kämpfen. Bei uns ist das Wasser in der letzten Zeit kalkiger und wir haben des Öfteren hohe Luftfeuchtigkeit.

      Ich habe in der Zeit schon rund 100€ in div. Haarpflegeprodukte gesteckt, nix half. Staubtrocken oder überpflegt.

      Mittlerweile nutze ich meist eine Kräuterseife von sonett zum Waschen und rinse mit Zitronensaft (Bio, nicht dieses Kunstzeugs).

      Nach der Wäsche gehe ich nur grob mit den Händen durch die Haare zum Entwirren und Scheiteln. Ich föhne eh bei dem Wetter fast nie. Und nutze nur fürs grobe Zurechtkämmen, sobald trocken, einen grobzinkigen Holzkamm (Kostkamm). Als einziges gegen den Frizz hilft bei mir Lavera-Haargel, aber auch net immer und net komplett.

      Ich hoffe, das hilft dir vlt weiter …?

      Wobei ich meine Ma mal fragen werde, wann sie zuletzt mit dem Nussbraun gefärbt hat, bei mir würde das sogar ca. zum Beginn der trockenen Frizz-Haare passen meine ich. o_o

  4. Hallo, das Ganze hat mich so fasziniert, dass ich mir die Farbe in Braun gekauft habe. Ich muss dazu sagen dass ich mir die Haare mit blondieren kaputt gemacht habe, sie dann vom Friseur dunkel strähnen ließ und dann mit Logona und Sante drüber gefärbt habe. Meine Haare fühlen sich nach der Farbe an wie ein Stück Filz und beim Kämmen nach dem wachen habe ich Haarbruch dass ich jedes Mal heulen könnte. Auch nach der Radico Farbe hat dich nichts geändert. Ich weiß dass das Ganze Zeit braucht und ich benutze auch nk Shampoo aber so langsam werde ich panisch. Hast Du einen Tipp für mich? Ich weiß ich bin selber schuld aber nachdem mir schon gesagt wurde, dass meine Haare ganz schön mager geworden sind bin ich wirklich am Ende. Ich würde mich unendlich über Tipps freuen.

    1. Huhu Emmas Mum.

      Hm, wie war denn das Farbergebnis bei dir? Bei mir hielts ja net so lange wie die erscheinglichere Khadi-Farbe, auch wenn ich die Farbe selbst schöner fand.

      Hast du generell von konventioneller auf natürliche Haarpflege umgestellt oder nur die Färbung?

      Meine Haare hatte ich vor der Naturkosmetik so geschrottet durch jahrelanges Chemiefärben, dass ich innerhalb von ein paar Jahren von BH-Verschlusslänge bei nur noch einigen Zentimetern landete. Die Umstellung braucht seine Zeit. Meine ersten Naturkosmetik-Schritte waren haartechnisch Horror pur. Ich sah aus, als hätte ich in die Steckdose gepackt.

      Wie schnell nach der letzten konventionellen Färbung bist du denn mit Pflanzenfarbe drüber? Sollte man ein bissl Luft zwischen lasseb.

      Neben den Reinigungs- und Pflegeprodukten kommts auch arg aufs Trocknen und Kämmen/Bürsten an.

      Ich hatte nach 6 Jahren Naturkosmetik schlagartig eine ca. einjährige Phase, in denen mein Deckhaar frizzte, was das Zeug hält. Nach hunderten von Euro für Shampoos, Spülungen, Kuren, Öle und sonstiges Pflegegedöns kann ich nun quasi jedes pflegende und tiefenreinigende Shampoo, dass ich in der Zeit angehamstert habe, verwenden.

      Schau dich mal um bzgl „Wet Asessment“ (ich meine im Langhaarnetzwerk gibts da einen guten Wiki-Artikel zu). Die Frage ist, obs deinen Haaren an Feuchtigkeit, an Proteinen oder an beidem in Kombi fehlt. Bei mir waren es eindeutig Proteine.

      Was ich mich allerdings dabei frage ist, obs isoliert den Haaren oder dem ganzen Körper jeweils fehlt … noch nicht schlau draus geworden. Pflegeprodukte mit viel Protein, Möglichst wenig Alkohol in den Produkten, möglichst wenig Glycerin usw usf – alles durchprobiert.

      Durch einige wenige nicht zeitraubende und nicht wirklich teure Änderungen funzts nu bei mir gut:

      a. Vor der Wäsche Spülung in die Spitzen. Ein Tipp aus dem beautyjunkies-Forum, bei mir grad arg mit Wasser verdünnte Spülung von Giovanni. Schont die Spitzen vorm Shampoo, das man da eigentlich so gut wie nie benötigt

      b. Shampoo nur auf dem Ansatz verteilen.

      c. je nach Haarlänge je ein paar Tropfen Keratin und Weizenquat zum Fixieren ins trockene Haar. Quasi Haarspray-Ersatz. In den Händen verreiben und mit flachen Händen sanft übers Deckhaar streifen. Bekommt man bei z.B. behawe, Salandis etc..

      Besonders lockig und pflegeleicht wirds bei mir, wenn ich nach der Wäsche eine Rinse aus Apfelessig, Honig sowie je einigen Tropfen Keratin und Weizenquat mache.

      Schaundoch auch mal in meine neueren Haar-Beiträge. Ich habe später noch über den frustrierenden Versuch, einen Blondton von Radico anzuwenden, berichtet. Und auch über eben erwähnten Extrem-Frizz ich meine zwei Beiträge geschrieben.
      chaoskoeppsche hat kürzlich veröffentlicht: Blogger BIOty Box #3: Geben und NehmenMy Profile

      1. Huhuuu, sorry dass meine Antwort so lange auf sich warten ließ aber Stress war mein zweiter Vorname… ich Danke für zuerst für deine Antwort und die Tipps. Ich habe nicht nur die Farbe sondern auch die restlichen Produkte umgestellt. Allerdings sind nach normalem Shampoo z.B. das Amla-Shampoo die Haare filzig ohne Ende. Auch die dazugehörige Haarkur bewirkt nichts. Ich habe mir jetzt ein leave in „gebastelt“ (Aloe, Seidenprotein, Wasser und Pfirsichkernöl) aber der Renner ist das auch nicht.

        Ich benutze einen handgesägten grobzinkigen Kamm und nehme Eisentabletten (Eisenmangel) und Kieselerdekapseln.

        Gelesen habe ich dass Spülungen mit Apfelessig toll sein sollen. Hast du damit Erfahrung?

        Ich hab mir jetzt jetzt die Khadifarbe nussbraun gekauft. Alle Leute die ich kenne schwören auf Khadi. Radico fand ich jetzt ehrlich gesagt nicht so der Brüller. Vielleicht packe ich das nächste Mal Öl mit rein. Das soll ja auch gehen…

        Ach so – nach der dunklen Farbe vom Friseur hab ich nicht ganz zwei Wochen mit der Pflanzenfarbe gewartet.

        Ich hoffe immer noch, dass der Haarbruch bald aufhört – meine Haare sind ja eh nicht lang und es macht mir echt Angst…

    1. Huhu Emmas Mum. Na macht doch nix, wie man halt Zeit findet.

      Apfelessig: siehe meine erste Antwort – ich rinse mit 4 Zutaten. Also eine Leave In-Spülung. Auf schulterlanges Haar in ca. 1 l Wasser lösen:
      – 1TL Honig (ich nehm den von Enerbio, den ich eh da hab)
      – 1-2 EL Apfelessig (wirklich naturtrüben, manche sind so deklariert, aber recht klar…)
      – je ein paar Tropfen Weizenquat und Keratin (zu viel davon macht mein Deckhaar spröde, trocken)

      Ich achte allgemein auf die Wassertemperatur – für Haarwäsche und Duschen nur noch lauwarmes Wasser. Haut & Haare dankens mir.

      Öle verwende ich nur noch zur Hautpflege und Kokosöl fürs Deo – im Haar bringts bei mir nichts. Etliche Öle ausprobiert zur „Sofortpflege“: ein paar Tropfen ins Shampoo oder in die Rinse – klitschig. Selbst Brokkolisamenöl, was „früher“ wunderbar wirkte, führt zu strähnigem Haar. Als Leave in über mehrere Stunden (z.B. über Nacht) reicht einmaliges Auswaschen nicht, mit zweimaliger Wäsche ist der Pflegeffekt hin. *seufz*

      Mit Aloe und Seidenprotein ists das Gleiche – für die Haut klappts gut, fürs Haar nicht so recht.

      Mit Khadi kam ich auch immer gut klar, hab selbst gemischt aus reinem Henna und dunkelbraun. Einzig die 150g-Dose (irgendeine Rotmischung, deren Namen ich grad nicht parat habe) gefiel mir nicht. Gröber und enorm austrocknend statt pflegend.

      Ich verwende inzwischen Pflanzenfarbe div. Hersteller, die es bei ecco verde so gibt. Keine Bioware, aber auch keine kritischen Zusatzstoffe bei etwas günstigerem Preis und gutem Farbergebnis.

      Ich überlege aber, ob ichs färben erstmal auf unbestimmte Zeit aussetze. Gucken, ob und wenn wie lange ich das aushalte – töne jnd gärbe seit rund 20 Jahren quasi nonstop.

      2 Wochen Abstand zwischen Chemie- und Pflanzenfärbung sind denke ich etwas knapp, aber nu isses eh zu spät. Gib nicht auf, weils etwas holprig läuft – mittel- bis langfristig werdens dir deine Haare danken. Eine Rückkehr zur konventionellen Kosmetik wäre schädlicher für Haut und Haar, bei manchen Inhaltsstoffen für den gesamten Körper, da man permanent Spuren über die Haut aufnimmt.

      Mein Problemhaar-Jahr war der Horror pur für mich, ich habe hier und da konventionelles Zeug gekauft und es dann nach 2,3xigem Benutzen verbannt, da ich finde, dass das nicht die Lösung sein kann. Das Zeugs führt nicht zu gesundem Haar, sondern zu gesund AUSSEHENDEM.

      Öl in Pflanzenfarbe – hrm, ob das Öl sich nicht ggf ums Haar legt und so weniger Farbe anhaften kann? *grübel*

      Eisenmangel: wieviel Eisen und in welcher Form (z.B. Eisengluconat, Eisensulfat…) nimmst du? Wie stark ist der Mangel?

      Kieselerde: auch da, wieviel nimmst du? Frühere Versuche mit den allgemein empfohlenen Einnahmemengen haben bei mir nie gewirkt, erst ich meine 1-1,5 Gramm (also 1000-1500 mg!) haben zuverlässig gewirkt. Mal beim Haar, mal bei der Haut allgemein, mal auf Narbengewebe – gsnz so, als hätte der Körper es da verwendet, wo es grad am Sinnvollsten war.

      Da Kieselerde leider in der Lage ist. Fremdkörper auszutreiben (Splitter z.B., aber auch bei Implantanten wirds erwähnt), verzichte ich leider drauf, da ich eine Kupferspirale trage und mir das zu riskant wäre.

      Ich verwende einen groben Holzkamm, kämme damit durchs handtuchtrockene Haar und später durchs nahezu trockene, je kopfüber. Wobei ich nicht das Gefühl habe, dass es bei mir nen groooßen Unterschied macht, ob ich den Kamm oder einen aus Carbon oder ne ordinärr Kunststoffbürste verwende…
      chaoskoeppsche hat kürzlich veröffentlicht: Behebung von Nährstoff-Mängeln als KassenleistungMy Profile

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