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Max weiß eins mit Turbo-Tünch-Antreiber

Das klingt bescheuert? Ist es auch, heißt aber so.

Schon seit geraumer Zeit kotzen mich so manche Anglizismen in unseren Gefilden an … o_O

Ich fraaaach mich ja…

Müssen wir hierzulande deswegen überall und in jeder erdenklichen Situation mit bescheuertsten Begrifflichkeiten zugeballert werden?

„Human Capital“ und „Facility Manager“ sind nur zwei mittlerweile Hinz und Kunz geläufige dieser Ausgeburten aus der Wirtschaftswelt – ähm, Business… ja, nee! O_o

Ob das affige „Handy“, das außerhalb unserer kleinen veranglizismeten Welt kein Ar*** kennt und über das, vielleicht auch via „Mobile“ oder „Celly“?, in native speaking countries gewitzelt wird oder „Haircare“, „Convenience“ und „Fast Food“, das einem überall im Einzelhandel entgegendrischt. Die Verenglischung nimmt kein Ende!

Man wird ja selbst in Zeiten von Werbung im TV überspulen können (was wenn es mit HD+ so weiter geht, vermutlich auch bald Geschichte sein wird, aber das ist schon wieder ein anderes Thema…) chronisch werbeverstrahlt – Sponsorings im TV, Plakate, Werbeartikel (für all diejenigen, denen der Begriff nix sagt: Giveaways!) in und vor Geschäften, Kollaborationen unverständlichster Art (wann bringt Haribo eigentlich mal Blendamed-gefüllten Gummizuckerramsch auf den Markt?) usw. usf..

Selbst diejenigen, die also den bewussten Werbekonsum reduzieren, werden nun vermutlich ans Grübeln kommen, was Max denn nun weiß und ob Turbo-Tünch-Antreiber demnächst bei „Alles außer Tapetenkleisterpinsel“ auch mit 25% hochgezeichnet und dann mit 20% rabattiert werden.

Oder ob man den irgendwo im mittlerweile überall stattfindenden Saaahaaale bekommt. Sale bedeutet ja zu Deutsch, man stelle sich mal vor, VERKAUF! Neiiiin?! Doch! Der Einzelhandel v e r k a u f t – das muss man natürlich noch mal ganz dick überall drankleistern, da unsere chronisch unterforderten Hirne es nicht mehr von allein schalten können…!

Was uns auf der Zunge brennt…

Was hat es nun mit der im Titel genannten Worteaneinanderreihung auf sich?

Max #1 weißelt mit Turbo-Tünch-Antreiber nichts anderes als seine Kauleiste – das von mir frei übersetzte Produkt heißt im Original, wohlgemerkt auf dem deutschen Markt, „Colgate Max White One“ und kommt mit einem vielversprechenden „Turbo-Whitening Booster“ daher. Ach ja, und Zähne sind nun nicht mehr wichtig für die Nahrungsaufnahme, sie sind laut Hersteller nun ein quasi zeitloses Accessoire, dass, Zitat „niemals aus der Mode kommen wird“. Fragt da mal die Macher unserer Gesundheitspolitik – die werden da anderer Meinung sein, wenns so weiter geht, sind Zähne irgendwann Luxus-Schischi…

Will meinen

1. die Klientel sind Menschen, die sich irrealistisch weiße Zähne wünschen, ohne zum Zahnarzt wackeln zu müssen, weil sie meinen, sich über geweißelte Beisserchen definieren zu müssen.

2. ist in der in eine Tube gepressten Pampe letztenendes bis auf hi und da eine chemialaboratorische Innovation, die nochmal mehr bleicht als das Vergleichsprodukt der Konkurrenz, nix anderes drin als in den gefühlten 70.000 Vorgängerprodukten – und selbst das in für so manchen Deutschen aus zweierlei Gründen (1. Englisch, 2. Fachblasülz) nicht lesbarer Art.

Butter bei die Fische

Ja, nu zerpflücke ich seit Jahren das erste Mal* wieder eine so genannte INCI-Liste. INCI ist latürnich auch wieder Englisch und meint „International Nomenclature of Cosmetic Ingredients“, zu Deutsch „Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe“.

* a. verwenden wir mittlerweile fast nur noch Bio-/Naturprodukte, b. habe ich mir die Schweinepriester unter den Zusatzstoffen eigentlich mittlerweile ganz gut eingeprägt.

Man beachte – die Inhaltsstoffe werden, wenn es denn noch gilt und die Hersteller sich nicht mittlerweile endgültig alles erlauben dürfen, in absteigender Reihenfolge angegeben – das zuerst Aufgeführte ist also auch der Hauptbestandteil usw. usf..

Aqua
Wasser

Hydrated Silicia
Schlicht Kieselgel – entfettend, reinigend, erzeugt Abrieb – 1a für unseren Zahnschmelz also…

Sorbitol
Ein sogenannter Zuckeraustauschstoff – Süßpampe für Geschmack und Feuchtigkeitserhalt – wird u.a. als Abführmittel verwendet, ist wasserbindend, mitunter kritisch beäugt.

Glycerin
Noch ein Wasserbinder. Wird, Zitat Wikipedia, als „Frostschutzmittel, Schmierstoff, Weichmacher und Süßungsmittel“ verwendet, lt. Wikipedia in Zäpfchen als Abführmittel – ist es also nur in Zäpfchenform rektal abführend? O_o

PEG-12
Polyethylenglycol oder auch Macrogol – die 12 gibt wohl die Molekülmasse an, siehe u.a. Wikipedia.  Noch einpotentielles Abführmittel, numero 3 – dooooll!

Auf Wikipedia steht außerdem, dass die haut durchlässiger für Wirkstoffe und somit für Giftstoffe wird – klaaaasse!

Pentasodium Triphosphate
Zu Deutsch Pentanatriumtriphosphat. Dient der Wasserenthärtung. Lt. wissen.de wird „wegen der Gefahr der Eutrophierung der Gewässer […] nach geeigneten Ersatzstoffen gesucht.“

Tetrasodium Pyrophosphate
Auch Tetranatriumdiphosphat. Emulgator und Wasserenthärter. Eine etwas umfangreichere, aber interessante Aussage zu Diphosphaten, die sich rund um den körpereigenen Haushalt an Vitamin D, Calcium und Phosphat dreht:

Beim Verzehr größerer Mengen von Phosphaten wurden ein Abfall des Calcium-Spiegels sowie ein Anstieg des Parathormonspiegels beobachtet. Es wird diskutiert, ob ein Zuviel an Phosphat mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüchigkeit im Kindes- und Jugendalter einhergeht. Während der Gesetzgeber von der Unbedenklichkeit ausgeht, raten Verbraucherschützer von einem häufigen Verzehr ab.

Quelle: http://das-ist-drin.de/glossar/e-nummern/e450-diphosphate/

Sodium Lauryl Sulfate
Natriumlaurylsulfat. Ihr merkt, Sodium = Natrium. Auch Sodium Laureth Sulfate oder Natrium Laureth Sulfate = SLS / NLS. Dieses Freundchen trifft man in nahezu jedem handelsüblichen Duschgel, ebenso bei Bodylotions, z.T. in der Haarpflege und wie man sieht auch in der Zahnpflege… Ein PEG-Derivat, dass, wie auch PEG selbst, die Haut durchlässiger macht.

Wikipedia schreibt:

[…] wird als allergieauslösend und hautreizend betrachtet, weswegen seine Verwendung in Kosmetika umstritten ist. Insbesondere wird von Menschen mit spezieller Empfindlichkeit die Verursachung von Aphthen im Mundraum durch Natriumlaurylsulfat-haltige Zahnpasten beobachtet.“

Dann betont man im Artikel aber direkt die „antibakterielle und antivirale Wirkung“ sowie den Verdacht, dass SLS die Fähigkeit besäße, „HI-Viren zu zerstören“.

Allergieauslösend und hautreizend bis hin zur Aphtenbildung also zum einen, antibakteriell und -viral zum anderen, zzgl. der Etwaigkeit der HIV-Bekämpfung. Für mich bedeutet das, dass ich SLS stets meide, HIV habe ich Gott sei Dank nicht und gegen andere Viren und Bakterien gehe ich mit anderen Mitteln vor als mit so einem schädlichen Stoff!

Interessant ist auch, dass die TU Berlin vor dem Hoax warnt, dass SLS krebsauslösend sei, aber betont

Beim Verschlucken kann SLS Durchfall auslösen. Andere Laurylderivate werden auch in Produkten zur Darmentleerung eingesetzt, die rektal (durch den After) verabreicht werden.

Da hätten wir also schon potentielles Durchfallmittel #4 in unserer werten Zahnpasta – und man beachte die Position dieser 4 Kerlchen in der Auflistung!

Aroma
Sagt alles und nichts. Wann wurde eigentlich die Pflicht gekippt, dass der Hersteller zumindest angeben muss, ob es sich um einen natürlichen, einen sogenannten naturidentischen oder künstlichen Aromastoff handelt? O_o

Cellulose Gum
E466, auch Carboxymethylcellulose. Trägerstoff, Verdickungsmittel, Überzugsmittel. In größeren Mengen, richtiiiig, abführend – #5 also. Ansonsten wohl unbedenklich, aber bislang 5 Abführmittel langen ja wohl auch schon, wenn sie auch in den Mengen allein genommen harmlos WÄREN.

Cocamidopropyl Betaine
Emulgator, Verdickungsmittel, reinigend, schaumverstärkend. Es selbst soll nicht schädigend sein, aber es kann:

[…] vorkommen, dass das Tensid bei der Herstellung durch Substanzen verunreinigt wird. Diese Stoffe können Hautirritationen hervorrufen, die oft fälschlicherweise dem Cocamidopropyl Betaine zugeschrieben werden. Dies ist auch der Grund, warum Cocamidopropyl Betaine bei empfindlichen Menschen Haut und Schleimhäute reizen kann. Das Tensid steht außerdem im Verdacht, eine Form von Kontaktdermatitis zu verursachen. Doch diese Reaktionen sind meist Reizreaktionen und kein echten Allergien.

Quelle: http://www.seifenshop.de/lexikon/cocamidopropyl-betaine

Sodium Fluoride
Auch Natriumfluorid. Einer meiner „Lieblings“-Zusatzstoffe, stehen Fluoride, ehemals u.a. als Rattengift verwendet, im Verdacht, den Menschen schlicht peu a peu verblöden zu lassen. Vom „Ernährungsonkel der Nation“, Udo Pollmer, den ich im Folgenden mal kurz zitieren möchte

Eine ganze Serie von Studien behauptet, dass in Regionen mit mehr Fluorid im Trinkwasser die Kinder weniger intelligent sind. Ihr IQ ist signifikant erniedrigt. Die Experten der EU glauben aber nicht so recht an einen ursächlichen Zusammenhang, da sie als einzigen Mechanismus einen Effekt des Fluorids auf die Schilddrüse – und damit indirekt auf das Gehirn – diskutieren. Doch dafür gibt es bisher keine soliden Belege.

Den ganzen Artikel findet man unter http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/mahlzeit/1528707/ – übrigens keiner der mal plausiblen mal fragwürdigen Verschwörungstheorie-Webangebote, sondern ein Radiosender, der als Koop-Partner u.a. ARD und ZDF nennt, also durchaus sogenannte Mainstream-Medien (ha, Anglismus! :p)

Sodium Saccharin
Ein synthetischer Süßstoff. Laut Wikipedia hat Saccharin = E 954 eine „erlaubte Tagesdosis (ADI-Wert)“ von nur „5 mg/kg Körpergewicht“, wobei ich mir durchaus vorstellen kann, das man diese mit einem Durchschnittskonsum, d.h., hier mal Kaugummis, Süßigkeiten etc., dort mal eine Limonade und so weiter und so fort, durchaus überschreiten kann. Es wird in der Tiermast eingesetzt, was seine Kalorienersparnis aber mal sowas von zunichte macht.

Interessant dazu ist auch hier wiederum folgende Aussage im oben bereits genannten Wikipedia-Artikel:

Keine Studie hat Gesundheitsrisiken beim Menschen sicher bestätigen können, vorausgesetzt, dass normale Dosen nicht überschritten werden.

Ach, und, s.o., was passiert denn, wenn man die  5 mg/kg Körpergewicht = 375 mg bei 75 kg überschreitet? O_o

Polyethylene
PE, der meistverkaufteste Kunststoff der Welt. O_o Da braucht man sich die Kunst-Beisser ja gar nicht mehr teuer beim Zahnarzt machen lassen. O_o

Bei Wikipedia findet man zu Polyethylen selbst keinerlei Verweise auf kosmetische Verwendung, die für Polyethylenglykol (PEG) habe ich ja weiter oben bereits erwähnt.

Xanthan Gum
Xanthan ist ein natürliches Gelier- und Verdickungsmittel. „Bis auf“ seine abführende Wirkung in höheren Dosen (womit wir bei #6 wären) ist es wohl unbedenklich.

Sodium Hydroxide
Natriumhydroxid, auch Ätzlauge, was ich schon recht sympathisch finde… Klar macht, wie bei jedem Zusatzstoff die Dosis das Gift, aber bitte, muss das sein? O_o

Wikipedia gibt an, dass „festes Natriumhydroxid […] ein wesentlicher Bestandteil von Abflussreinigern“ ist – soviel zur Wirkung…

Limonene
Natürlicher Herkunft. Wird laut Wikipedia „als preiswerter Duftstoff eingesetzt“ sowie als Reiniger, Lösungs- und Verdünnungsmittel (z.B. in der Lackindustrie).

CI 74160
Farbstoff. Kupferphthalocyanin oder auch recht unsympathisch klingend Heliogenblau B. Wird u.a.  in der Druckindustrie (Cyan) und für die blauen Papiertonnen eingesetzt – hier vermutlich für die charakteristischen blauen Streifen des Turbo-Tünch-Antreibers… Darf nicht in die Augen und auf die Haut kommen – ja wie witzig. O_o

Der Farbstoff zählt zu den so genannten halogenorganischen Verbindungen (zu denen auch Chlor, Jod etc. zählen), die neben ihrer allergiefördernden Wirkung zum Teil im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. In Naturkosmetik dürfen sie generell nicht verwendet werden.

CI 42090
Ebenfalls ein Farbstoff, doch statt des vermutlich von vielen erwarteten Rottons handelt es sich hier um einen weiteren Blauton, namentlich Brillantblau FCF, in English C.I. Acid Blue 9. Es ist nur in geringen Mengen zugelassen, wird laut Wikipedia „größtenteils unverändert ausgeschieden“, jedoch wurde

durch Tierversuche […] nachgewiesen, dass sich Brillantblau bei der Einnahme in extrem hohen Dosen in Nieren und Lymphgefäßen ablagern kann.

Betonung darauf, dass es a. „größtenteils“ unverändert ausgeschieden wird. Heißt das im Umkehrschluss nun, dass ein Teil sich ablagern kann oder wird es verändert ausgeschieden?

Schaut man sich den Wikipedia-Artikel an, kann man der Liste von Lebensmitteln, für die CI 42090 zugelassen ist, entnehmen, dass es die verschiedensten 3-stelligen Zulassungsgrenzen pro Kilogramm Körpergewicht gibt. Wieso das?! Chemiker hier? O_o

Chemieunterricht: Ende!

Richtig, nach dem Konsum dieser Infos über die Inhaltsstoffe kommt man sich nicht mehr vor, als hätte man sich über die Zutaten einer Zahnpasta informiert, sondern als hätte man grad eine Chemie-Vorlesung besucht.

Liest sich so richtig vertrauenserweckend, mh?

Wie ich bereits irgendwo weiter oben betonte, ist klar, dass die Dosis das Gift macht, jedoch nutzt die Industrie eben diese uns chronisch eingebläute Weisheit dazu, uns denken zu machen dass „das bißchen Chemiecocktail …“ doch so schlimm nu gar nicht sein kann.

Nur wer garantiert a., dass es keinerlei Wechselwirkungen mit den Inhaltsstoffen dieses einen Produkts untereinander geben kann und wer kann b. ausmachen, was ein Mensch so am Tag konsumiert, sodass es garantiert NICHT auf schädliche Verquickungen oder Dosen von einem oder mehreren dieser Inhaltsstoffe kommt …?

Korrekt: Niemand!

Aber DAS ist dann ja wieder im Verantwortungsbereich jedes Individuums, das kaaaann die Industrie doch garnicht überblicken, blaschwafelsülz …!

Klar kann sie es nicht. Aber erst recht kann es keiner der Konsumenten, solange er nicht grad ein absolutes Chemie-Ass ist und wenn er sonst keine Hobbies hat. Und was er nicht erfassen kann, bei dem kann er auch nicht abwägen, was er ab welchem Punkt zu meiden hat.

… und mal ehrlich: Wäre es gewollt, dass der Verbraucher kapiert, was er sich tagtäglich so reinschraubt via Lebensmittel, Kosmetik etc. pp., dann stände es in klarem Deutsch drauf – und was meint ihr, wenn das Pflicht werden würde (man wird ja noch mal träumen dürfen…), wie schnell die ganzen schrottigen schädlichen Inhaltsstoffe dann verschwinden würden?

Alternative Turbo-Tünch-Antreiber

Bereits seit fast 4 Jahren pflegen wir unsere Zähne nun schon mit Xylit, einem antikariogenen Zuckeralkohol, der aus Hölzern, Mais etc gewonnen werden kann. Xylit hat bei uns mehrerlei Erfolge zu verzeichnen:

  • Keine neue Karies seit Beginn der Anwendung bis auf bei mir eine Fissurenkaries an einem Weisheitszahn, der eh raus musste – davor waren wir beide schon recht gern gesehene Besucher der Zahnärzte…
  • Keine morgendliche Mundkeule mehr – weder Marke Aschenbecher (Raucher) noch Marke Wääääääh!
  • Gehemmter Zuckerhunger – und das bei guter Verträglichkeit für Diabetiker

Außerdem verwende ich Xylit als Peeling-Behandlung vor der Haar-Färbung mit Pflanzenfarbe, um „Pflege“reste aus dem Haar zu entfernen – eine wunderbare Alternative zu davor ausprobierten speziellen und teureren Vorbehandlern.

Seit ca. 1 Jahr verwenden wir außerdem Zahnpasta von biodent (Terra Natura) – ohne Fluoride, ohne Menthol, ohne sonstige überflüssige Schwutze – gesüßt mit Stevia, auf Basis von grüner Mineralerde. Wenn man das Xylit mal ne Zeit lang nicht mehr „sehen“ mag oder auch im Allgemeinen für jemanden, der mit dem Xylit nur ergänzend spült, eine wunderbare Alternative. Entdeckt haben wir sie, weil wir eine Zahnpasta suchten, die man auch während einer Behandlung mit homöopathischen Mitteln verwenden kann – was Menthol zunichte machen würde.

Da ich bis vor Kurzem im Prüfungsstress war und keine Geduld hatte, das Xylit erst auflösen zu lassen, um dann damit putzen zu können (dauert nicht lange, aber ich war Madame Ungeduld in Person…), habe ich primär mit der grad erwähnten Zahnpasta Zahnpflege betrieben.

Als ich nun vor einigen Wochen wieder begonnen habe, primär mit Xylit zu putzen, habe ich gleich mal 3 Änderungen feststellen können – und die Zahnpasta ist echt schon gut!:

  • Die Zahnseide ist wieder weitestgehend überflüssig – Beläge gibt es so gut wie keine nach dem Putzen
  • Meine Zähne hellen sich auf – ich rauche, trinke Kaffee und Tee
  • Die erwähnte morgendliche Mundkeule wird wieder gehemmt (war aber während der biodent-Zahnpasta auch milder als je zuvor mit einer handelsüblichen Zahnpasta)

Fazit

Weder von der lächerlichen Art der Bewerbung noch von den Pseudo-Produktversprechen und erst recht nicht von den Inhaltsstoffen her sprechen mich Produkte wie der „Max weiß eins mit Turbo-Tünch-Antreiber“ in irgendeiner Form an – ich finde sie eher abstoßend und die Hersteller schlicht geldgeil, falsch und unverantwortlich.

Mit mir ist es grad mal wieder durchgegangen und manch einer wird sich bestimmt nach dem Lesen denken „Urgh, eine absolute Anti, eine Hardlinerin!“ oder Ähnliches. Aber ich zwinge ja niemanden, meine geistigen Ergüsse zu lesen oder auch nur darüber nachzudenken, was er so tagtäglich in sich reinschaufelt…

„Man lebt nur einmal“ definiere ich jedenfalls nicht in der Art, dass ich meinen Körper deswegen jeden Tag mit Schrott schinden muss, sondern damit, dass Leben bewusst zu genießen – Betonung auf bewusst. Und zum bewussten Genuss gehört für mich eben auch, zu verstehen, was ich da konsumiere. Aber Bewusstsein wurde uns in den letzten Jahrzehnten halt recht erfolgreich als völlig überflüssig ausgetrieben und diejenigen, die noch bewusst durchs Leben gehen, werden häufig als „Aufmüpfige“, als „Querulanten“ abgestempelt.

Da bin ich aber lieber ein aufmüpfiger querulanter Mensch mit eigenem Denken als ein an die Leine gelegter konditionierter Konsum-Lemming.

chaoskoeppsche

...ist Mediengestalterin mit Leib & Seele, auch sonst recht kreativ, denkt & lebt gern alternativ und hat so einige Baustellen im Leben. Und ist eben ein chaosköppsche. Manchmal. Nicht immer. Aber wenn dann kreativ-chaotisch. ;-)

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